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Neues Panorama von Yadegar Asisi "NEW YORK 9/11" zeigt die Weltstadt einen Atemzug vor den Angriffen

Pressemitteilung   •   Sep 08, 2020 11:19 CEST

Yadegar Asisi - Skizze für das neue Panorama "NEW YORK 9/11" - Foto: asisi

Anlässlich des sich nähernden Jahrestages der Anschläge vom 11. September 2001 kündigt der Künstler Yadegar Asisi sein Anti-Kriegs-Projekt "NEW YORK 9/11" an, das am 3. Juli 2021 im Panometer Leipzig eröffnet werden soll. Das neue 360-Grad-Panorama steht in einer Reihe mit "LEIPZIG 1813" und "DRESDEN 1945" als sein drittes Anti-Kriegs-Projekt und ist ein Statement gegen Terror und Gewalt. Es ordnet sich ein in das Gesamtwerk seiner subjektiven Wahrnehmung auf diese Welt. 

Mit "NEW YORK 9/11" beschäftigt sich Yadegar Asisi mit einem der wahrscheinlich prägendsten Momente der neueren Zeitgeschichte. Die Angriffe auf das World Trade Center in New York und die daraus resultierenden Kriege, die ganze Erdteile in ein nicht enden wollendes Chaos stürzten und die Konfliktlinien zwischen Kulturen und Religionen verstärken, sind ein wesentlicher Teil unserer Gegenwart. 

Das Panorama bildet nicht die tragischen Ereignisse des Terroranschlags auf das World Trade Center selbst ab, sondern präsentiert die Silhouette von Manhattan mit den weltbekannten Twin Towers unmittelbar vor den Terrorangriffen. Gezeigt wird ein typischer Morgen im Großstadt-Rhythmus der multikulturellen Metropole New York: Menschen jeglicher Herkunft eilen in ihre Büros, warten vor den Takeaways und strömen in Massen aus den U-Bahn-Ausgängen. In Verbindung mit strahlendem Sonnenschein und dem klaren Himmel des beginnenden Herbsttages entsteht so eine bunte, geschäftige und dennoch unwirklich friedliche Szenerie.

Im Kontrast hierzu führt der Weg in das Panorama durch die Folgen dieses Schicksalstages und zeigt die globalen Auswirkungen der Ereignisse und das vielfach vergrößerte menschliche Leid in den Nachwirkungen der Katastrophe. Asisi widmet sich hier der moralischen Frage: „Welche Reaktionen und Antworten haben wir auf Gewalt?“ Der Künstler möchte zuallererst Verständnis für die Komplexität der Zusammenhänge schaffen: „Wie kann es sein, dass unzählbar viele Unschuldige sterben müssen, weil einige wenige Menschen andere, aus welchen Gründen auch immer, bewusst in den Tod schicken?“

Im Panometer Leipzig, dem historischen Gasometer, sind Panoramen von Yadegar Asisi seit 2003 kontinuierlich zu sehen. Von hier ging die Renaissance der Panoramakunst aus. Derzeit wird „CAROLAS GARTEN – Eine Rückkehr ins Paradies“ gezeigt, das seit Januar 2019 die Besucher in die exotische Makro-Welt des heimatlichen Gartens entführt. Die Panoramen des Künstlers sind neben Leipzig auch in Berlin, Dresden, Lutherstadt Wittenberg, Pforzheim, Hannover und Rouen (Frankreich) zu sehen.

Weitere Informationen: www.panometer.de

Redaktion: Undine Utasch

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