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Zerrissene Gesellschaft: Festival für Fotografie „f/stop“ in Leipzig startet am 23. Juni 2018

Pressemitteilung   •   Jun 22, 2018 16:36 CEST

f/stop 8. Festival für Fotografie - Bild-Text-Essay auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz © Melina Gmeiner

Unter dem Titel „Zerrissene Gesellschaft“ findet vom 23. Juni bis zum 1. Juli 2018 zum achten Mal das Festival für Fotografie f/stop in Leipzig statt. Es ist eines der wichtigsten Festivals für Fotografie in Deutschland.

Die Hauptausstellung f/stop Print, das f/stop Symposium und weitere Programmteile finden auf dem Gelände der historischen Baumwollspinnerei statt. Ein umfassendes Programm aus Symposium, Künstlergespräch und Filmprogramm begleitet die Schau. Die Ausstellung f/stop In Situ wird auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz gezeigt. Zudem erweitern Ausstellungen und Veranstaltungen mehrerer Leipziger Galerien, Kunstvereine und Projekträume das Festival. Eröffnet wird es am 22. Juni um 19 Uhr auf dem Gelände der Leipziger Baumwollspinnerei. Es folgt eine f/stop-Party im Garten neben der Halle 12, die ab 23:00 Uhr in der Halle 16 fortgeführt wird.

Die Kuratoren von f/stop 2018 sind die „Spector Books“-Verleger Anne König und Jan Wenzel. Sie verstehen Fotografie als ein Werkzeug zur Beobachtung und Reflexion von Gesellschaft, welches es ermöglicht, die Gesellschaft in ihrer Alltäglichkeit und in ihren Konfliktlinien zu erforschen. 

Ein Ausstellungsteil ist in der Halle 12 der Leipziger Baumwollspinnerei zu bestaunen. Hier werden durch fotografische Langzeitprojekte internationale Positionen gezeigt, die gesellschaftliche Entwicklungen in ihrer Alltäglichkeit und ihrer langen Dauer erfassen. Der zweite Ausstellungsteil auf dem Festivalgelände f/stop Print stellt zwei Bücher vor, die sich mit dem Alltag des Krankenhauses, einem exemplarischen Ort der Gesellschaft, beschäftigen. Auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz präsentiert der Teil f/stop In Situ ein Bild-Text-Essay zum Jahr 1990. Dabei soll exemplarisch gezeigt werden, wie Fotografie als ein Mittel der Vergegenwärtigung und Erinnerung dabei helfen kann, einen gesellschaftlichen Diskursprozess anzustoßen. 

Das f/stop-Filmprogramm läuft im Luru Kino. Die ausgewählten Filme legen Zusammenhänge der „zerrissenen Gesellschaft“ offen. Das Symposium ist in drei Plenen und mehreren Künstlergesprächen organisiert und schafft am 23. und 24. Juni einen Raum der öffentlichen Debatte. Es knüpft an die in den Ausstellungen formulierten Fragen zur „Zerrissenen Gesellschaft“ und zur Rolle der Fotografie an.

Im f/stop Journal werden kostenfrei Texte zu den Ausstellungen und Themen des Festivals online zur Verfügung gestellt. Außerdem ist ein Katalog zum Festival auf Deutsch oder Englisch bei „Spector Books“ für 5 Euro erhältlich. Kostenlose Führungen durch die Hauptausstellung bieten Studierende des Instituts für Kulturgeschichte der Universität Leipzig an

f/stop ist eines der wichtigsten Festivals für Fotografie in Deutschland. Es wurde 2007 zum ersten Mal vom Zentrum für zeitgenössische Fotografie Leipzig e.V. (ZZF) veranstaltet und bis 2010 jährlich ausgerichtet. Seit 2012 findet f/stop alle zwei Jahre statt.

Weitere Informationen: www.f-stop-leipzig.de

Redaktion: Anna-Maria Ebermann

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