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Torgau feiert die Lutherin: der 7. Katharina-Tag am 25. und 26. Juni 2016 bietet viele Höhepunkte

Pressemitteilung   •   Jun 21, 2016 11:39 CEST

Katharina von Bora mit Damen in Kleidung aus Zeiten der Reformation

Am 25. und 26. Juni 2016 lädt der 7. Katharina-Tag, der in diesem Jahr gemeinsam mit einem Ökumenischen Regionalkirchentag stattfindet, in die Torgauer Altstadt ein. Zu Ehren von Katharina von Bora, die Ehefrau des Reformators Martin Luther, wird ein vielseitiges Kultur- und Unterhaltungsprogramm geboten. Auf dem Torgauer Marktplatz lädt ein buntes Renaissance- und Mittelalter-Fest gemeinsam mit einem Töpfer- und Kunsthandwerkermarkt in der Bäckerstraße zum Schlendern, Kaufen, Mitmachen und Feiern ein. Zum langen Einkaufssamstag sind die Geschäfte in der Innenstadt bis 19 Uhr geöffnet.

Live-Musik, Gaukler, historisches Handwerk, kulinarische Raritäten und ein historisches Biwak des Schaukampfzuges „Faust Luthers“ an der Marienkirche entführen die Besucher in die Zeit des 16. Jahrhunderts. Rund um die Marienkirche präsentieren sich Reformationsstädte, Vereine und Gemeinden. Ergänzt wird das Programm mit vielseitigen Kinder- und Familienangeboten: Das Reformationsmobil lädt am Fleischmarkt mit Druckerpresse und „Thesenanschlag“ zum Mitmachen ein. Auch die „Kinder-Luther-Welt“, Wasserspiele und die Zaubertöpferscheibe bieten zahlreiche Möglichkeiten für Kinder und Familien.

Am Samstag ab 20 Uhr können sich interessierte Gäste bei der Tanznacht der Torgauer Renaissancetänzer im Schloss Hartenfels an historischen Tänzen erfreuen und diese selber erlernen. Anmeldungen sind beim Kentmann-Verein unter Tel. 03421-713583 möglich. Ab 21 Uhr spielt die Band „Acoustic Revolution“ auf dem Marktplatz und lädt mit Irish Folk zum Feiern ein. Der Eintritt ist frei.

Der Katharina-von-Bora-Preis wird in diesem Jahr mit dem Schwerpunkt auf internationalen und interkulturellen Projekten vergeben, analog zum Themenjahr der Lutherdekade „Eine Welt“. Die Stadt Torgau kürt damit herausragendes weibliches Engagement in einem gemeinnützigen Projekt. Die Preisverleihung ist öffentlich und findet am 25. Juni um 14 Uhr im Torgauer Rathaus statt. Moderiert wird die Veranstaltung von der Journalistin Angela Elis.

Am Sonntag um 10.30 Uhr lädt eine interreligiöse Podiumsdiskussion unter dem Titel „Religion in glaubensloser Zeit“ in die Torgauer Stadtkirche. Zudem findet ein Ökumenischer Open-Air-Gottesdienst am Sonntag um 15 Uhr vor der Alltagskirche statt. Als Abschluss der Festwoche der Kirchenmusik und des Katharina-Tages steht das Konzert „Unerhörte Mehrchörigkeit“ mit dem Calmus Ensemble und Capella de la Torre am Sonntag um 17 Uhr in der Schlosskirche auf dem Programm.

Torgau ist die Stadt der Renaissance und Reformation. Die Zeit der Reformation nachzuempfinden gelingt am besten beim Besuch der Schlosskirche, der ersten protestantischen Kirche, die nach den Ideen von Martin Luther gebaut und auch vom Reformator am 5. Oktober 1544 geweiht wurde. Martin Luthers Ehefrau, Katharina von Bora, starb in Torgau. Ihr Sterbehaus, die Katharina-Luther-Stube, ist Teil des Torgauer Museumspfades. Katharinas Grab befindet sich in der Stadtkirche St. Marien. Die Stadt Torgau mit ihren authentischen Stätten aus der Reformationszeit ist Bestandteil des 550 km langen "Lutherwegs in Sachsen". 

Zu Katharina von Bora: Auf dem Gut Lippendorf, südlich von Leipzig, kam Katharina am 29. Januar 1499 zur Welt. Die materiellen Verhältnisse der Familie waren sehr bescheiden. Ihre Mutter verlor sie 1505 und kam bereits mit fünf Jahren in die Obhut der katholischen Kirche. 1508/09 brachte sie ihr Vater im Kloster “Mariathron” in Nimbschen (Zisterzienserinnen) unter, dessen Ruinen heute noch besichtigt werden können.

Am 8. Oktober 1515 legte Katharina die drei Gelübde zu “Armut, Keuschheit und Gehorsam” ab. Im Kloster erreichte sie die Kunde von Martin Luthers Protest gegen das Papsttum. Unter dem Einfluß der reformatorischen Schriften, die 1522 in Grimma gedruckt wurden, entfloh sie in der Osternacht vom 6. auf den 7. April 1523 mit elf weiteren Nonnen.
In Luthers Auftrag versteckte der Torgauer Ratsherr Leonhard Koppe die Zisterzienserinnen in leeren Heringstonnen und brachte sie im Planwagen in Sicherheit. Am 13. Juni 1523 heiratete sie den 42-jährigen Reformator Martin Luther.

Katharina von Bora brachte sechs Kinder zur Welt, von denen zwei Söhne allerdings im Kleinkindalter starben. Nach Martin Luthers Tod am 18. Februar 1546 kämpfte sie erfolgreich um die Vormundschaft ihrer Kinder. Während des Schmalkaldischen Krieges floh sie nach Magdeburg und Braunschweig. Am 20. Dezember 1552, auf der Flucht vor der Pest, die in Wittenberg wütete, verstarb die Lutherin in Torgau. 

Das gesamte Programm des 7. Katharina-Tags steht zum Download im Anhang zur Verfügung.

Weitere Informationen: www.katharinatag.de

Redaktion: Suzan Kuhfuß

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