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Kunstobjekte überlisten die Wahrnehmung: Kunstkraftwerk Leipzig präsentiert eine Deutschlandpremiere von "ILLUSION. Nothing is as it seems"

Pressemitteilung   •   Jun 15, 2016 17:04 CEST

Blick in eine Halle des Kunstkraftwerks Leipzig

Leipzig ist um eine Kunstattraktion reicher. Die internationale Ausstellung „ILLUSION. Nothing is as it seems.” der Science Gallery Dublin feiert in den neu eröffneten Räumen des Kunstkraftwerks Leipzig, einem ehemaligen Heizkraftwerk, ihre Deutschlandpremiere. Auf 400 Quadratmetern Fläche werden vom 18. Juni bis 27. November 2016 über 20 Exponate von Wissenschaftlern und Künstlern aus acht Ländern gezeigt. Diese bringen Kunst und naturwissenschaftliche Fachgebiete wie Physik, Optik, Informatik oder auch Psychologie in einen Zusammenhang, um mit den Besuchern zu interagieren und diese zu einem direkten Kontakt mit ihren Sinnen einzuladen.

Ausstellungshöhepunkte sind u.a. Insekten, die scheinbar über die Haut des Betrachters krabbeln, eine Ölpfütze auf dem Boden, die von selbst wieder in den Kanister zurückfließt sowie ein Konzert aus Vogelstimmen, das unser Gehör als menschliche Sprache erkennt. Jedes dieser Kunstwerke fordert die eigene Wahrnehmung heraus, indem es physikalische und physiologische Gesetzmäßigkeiten in Form von Kunstobjekten erforscht und spielerisch präsentiert. Den Betrachter erwarten interaktive Spiegel, holografische Wesen oder kinetische Skulpturen.

Ergänzt wird die Ausstellung u.a. durch zwei Kunstwerke aus der Sammlung der Kuratorin Lavinia Diniz Freitas. In der Serie "RGB 01" werden Farbstrahlen projiziert, die sich daraufhin vor dem Betrachter farblich verwandeln, ohne dass dieser es merkt.

"Im Kunstkraftwerk Leipzig haben die Besucher die einmalige Chance, sich auf charmante und kluge Art hinters Licht führen zu lassen und mit allen Sinnen zu staunen", sagt Lavinia Diniz Freitas. "ILLUSION ist aber nicht nur eine Kunstausstellung, sondern auch ein experimentelles Laboratorium, in dem die Wahrnehmung der Illusionen einerseits rezeptionsästetisch, andererseits naturwissenschaftlich thematisiert wird".

Der Impulsgeber und Inhaber des Kunstkraftwerks Prof. Markus Löffler ergänzt: "Die Eröffnungsausstellung manifestiert unseren Anspruch, Kunst- und Erlebnisraum für alle zu sein, für Familien und Jugendliche ebenso wie für Kunstenthusiasten aus der ganzen Welt." 

Die Generationen übergreifend konzipierte Ausstellung wird durch interdisziplinäre Kunstvermittler begleitet, welche die Besucher im Dialog an die Exponate heranführen und eine aktive Auseinandersetzung mit den Werken fördern.

Die von dem britischen Psychologen und Magier Richard Wiseman und dem irischen Illusionskünstler Paul Gleeson erdachte Schau lockte in Irland, USA und Malaysia insgesamt rund 300.000 Besucher ins Museum. Deshalb hoffen  die Leipziger Ausstellungsmacher auch auf eine große Resonanz sowie nationale und internationale Ausstrahlung. Der Eintritt in die Ausstellung kostet 7,50 Euro, ermäßigt 5 Euro. Kinder bis 6 Jahre können die Schau kostenlos besichtigen. 

Zur Geschichte des Kunstkraftwerks: 1863 als Gaswerk errichtet, wechselte die Anlage um 1900 in den Besitz einer Straßenbahngesellschaft und lieferte als Elektrizitätswerk Bahnstrom für die Strecken im Leipziger Westen. 1964 wurde das Gaswerk zum Heizkraftwerk als Teil des VEB Energiekombinats Leipzig umgebaut, in dem bis 1992 drei Kohleöfen brannten. Am 20. Juli 1992 wurde das Werk stillgelegt. Das Datum ist auf einer Temperaturanzeige handschriftlich notiert. Im Jahr 2012 wurde das Gebäude durch die Investoren Maldinger und Löffler-Mantovani gekauft und bis 2015 saniert. Die Fundamente blieben erhalten. So zeugen in den einzelnen Räumen u.a. noch ein Kohletrichter, ein Staubfilter, Dampfverteiler, Förderbänder und die Schaltzentrale von der industriellen Vergangenheit.

Mit dem Kunstkraftwerk besitzt Leipzig einen neuen außergewöhnlichen Kulturstandort. Das ehemalige Heizkraftwerk im Stadtteil Lindenau/Plagwitz hat sich in ein Zentrum für zeitgenössische Kunst und Kultur, zeitgenössisches Design und Kommunikation verwandelt. Diverse Hallen und Räume im Kunstkraftwerk sorgen dafür, dass auf rund 2.300 Quadratmetern Nutzfläche für jeden Anlass der passende Rahmen geschaffen werden kann.

Weitere Informationen: www.kunstkraftwerk-leipzig.com

Redaktion: Suzan Kuhfuß

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