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Erste Aufführung aus der neuen Notenausgabe des „Messiah“ von Malcolm Bruno in der Thomaskirche am 31.10.2018

Pressemitteilung   •   Okt 30, 2018 10:00 CET

Junges Mitteldeutsches Barockensemble

17 Jahre lang - vom Spätsommer 1741 an, als Georg Friedrich Händel die letzten Noten des Autographs für seinen „Messiah“ geschrieben hatte, bis zu seinem Tod im Jahr 1759 - passte der Komponist selbst seine ursprüngliche Version des Oratoriums immer wieder den sich wandelnden Aufführungsbedingungen an - von der intimen Umgebung einer Musikhalle bis zur großen Kapelle des Foundling Hospital London. Dabei lag das Werk nie in einer endgültigen Form vor.

Die Aufführung in der Thomaskirche Leipzig am 31. Oktober 2018 um 17.00 Uhr führt die Besucher auf die erste Fassung vom August 1741 zurück. Dies ist die erste Aufführung in Deutschland, die aus der jüngsten Ausgabe des Verlages Breitkopf & Härtel vom Herausgeber Malcolm Bruno musiziert wird. Diese erschien erst im September 2018. Ausgangspunkt dieser Neuausgabe bieten nicht wie bei bisherigen Händel-Ausgaben das Foundling-Stimmenmaterial in Form einer endgültigen bzw. letzten Fassung Händels, sondern die beiden ersten, autographen Partituren Händels, die bislang lediglich als Faksimile bei Chrysander 1901 bei Breitkopf erschienen waren.  

Bruno Malcolm versucht, sich den ursprünglichen Intentionen Händels zu nähern. Vor allem die Bläserstimmen wurden nach diesen Quellen rekonstruiert, so dass sich ein vierstimmiger, eigenständig agierender Holzbläsersatz mit zwei Oboen und zwei Fagotten ergibt. Darüber hinaus sind im neuen Druck auch erstmals die deutsche Textfassung von Herder, der dem englischen Originaltext von Charles Jennens inhaltlich und phonetisch näher steht als andere Übersetzungen, enthalten. Die Aufführung wird in der historischen Stimmtonhöhe von 415 Hz und in englischer Sprache stattfinden.

„Ein Format, das dringend nötig ist!“, so ermutigt Ton Koopman als künftiger Schirmherr die Arbeit des Jungen Mitteldeutschen Barockensembles. Junge Barockmusiker aus Mitteldeutschland realisieren hier seit 2014 historische Aufführungspraxis auf höchstem Niveau und begeistern dabei mit ihrer jugendlichen Spielfreude. In dieser Aufführung ist das Ensemble aus Choristen und Instrumentalisten unter der Leitung von Andreas Mitschke zusammen mit Alice Ungerer (Sopran), Stefan Kahle (Altus), Tobias Hunger (Tenor) und Steven Klose (Bass) zu erleben. Andreas Mitschke ist seit 2014 Kantor an der Taborkirche Leipzig. Daneben ist er als Organist, Cembalist und Dirigent international tätig. Lebendiges Musizieren bei umfassender Quellenkenntnis - dieses Credo bildet den Anspruch seiner Interpretationen.

Tickets von 10 bis 25 Euro sind erhältlich im Thomasshop, in diversen Vorverkaufsstellen, an der Abendkasse und im Internet. 

Weitere Informationen: www.thomaskirche.org

Redaktion: Andreas Schmidt

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