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Von Detektiven und Gespenstern – Schumannhaus Leipzig bietet Audioguide von Kindern für Kinder

News   •   Mär 31, 2016 09:28 CEST

Vier Geister, die früher bei den Schumanns hausten, haben Ihre Erinnerung verloren und versuchen nun, in ihr Zuhause zurück zu gelangen. Auf ihrem Streifzug durch die Museumsräume begegnen sie Kindern, die sogleich zu Detektiven werden. Gemeinsam besuchen sie verschiedene Stationen im ehemaligen Wohnsitz von Clara und Robert Schumann, die nach ihrer Hochzeit die Wohnung in der Inselstraße bezogen, und versuchen so, die Vergangenheit zu rekapitulieren und das Heim der Geistern wiederzufinden. Historisch fundiert und authentisch lernen die Museumsbesucher Spannendes über das Leben der Schumanns in Leipzig. Unterlegt wird das Hörspiel natürlich auch mit Musik – Anja Kleinmichel spielte dafür Klavierwerke von Robert und Clara Schumann ein.

Der Audioguide wurde in enger Zusammenarbeit mit der Grundschule Clara Schumann produziert. Das Besondere daran: die Grundschüler durften nicht nur in die Rollen der Detektive schlüpfen und die Texte aufnehmen, sondern auch am Skript mitwirken, mitteilen, was sie lustig, spannend oder langweilig finden und so dafür sorgen, dass die Museumstour für Kinder wirklich interessant ist.

Da für die Tonaufnahme nur ein einziger Tag zur Verfügung stand, wurden die Kinder von Pädagogen und Sprechtrainern mit intensivem Training auf die Aufnahmen vorbereitet. Insgesamt ein halbes Jahr lang dauerten diese gemeinsamen Vorbereitungen.

„Wir wollen im Museum nicht nur nach hinten blicken, sondern es nach vorne schauend begreifen“, so Gregor Nowak, Geschäftsführer des Schumannhauses. Die Zielgruppe des Audioguides seien Kinder vom späten Kindergartenalter bis etwa 11 Jahre. Aber auch Erwachsene, die musikwissenschaftlich wenig Vorerfahrung hätten, seien eingeladen dem Krimi zu folgen.

Ob die Geister ihr Quatier finden kann man ab sofort im Schumannhaus selbst erleben. Doch nicht nur der neue Kinderaudioguide ist bemerkenswert. Auch die Dauerausstellung samt Klangraum mit diversen Installationen oder die vielfältigen Konzerte sind einen Besuch wert.

Weitere Informationen: www.schumann-verein.de


Redaktion: Anna-Lena Kaschubowski