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Nachhaltigkeit leicht gemacht: Leipziger „Too Good To Go“-Nutzer retten 15.000 Mahlzeiten

News   •   Jul 19, 2018 12:08 CEST

Too Good To Go: Axel Rösch und Bäckerei-Inhaber Patrick Schülke mit der 15.000. geretteten Mahlzeit in Seidels Klosterbäckei © Anna-Maria Ebermann

Leckeres Essen zum vergünstigten Preis genießen und dabei die Welt ein Stückchen besser machen: Das bietet die App „Too Good To Go“. Restaurants, Bäckereien, Cafés, Hotels und Supermärkte bieten ihr überschüssiges Essen zu einem vergünstigten Preis für Selbstabholer an. Die gute Nachricht für hungrige Leipziger: Auch hier machen bereits 80 Betriebe mit. So wurde in Seidels Klosterbäckerei (Karl-Heine-Straße 40) am 18. Juli 2018 die 15.000. Mahlzeit in Leipzig von Axel Rösch gerettet. Die Übergabe des Pakets erfolgte durch Bäckerei-Inhaber Patrick Schülke.

Die kostenlose App zeigt den Nutzern Angebote in ihrer Nähe an. Der Preis einer Portion beträgt maximal die Hälfte des Originalpreises und durchschnittlich 3 Euro. So können die Kunden ein gutes, preiswertes Essen genießen, nachhaltig konsumieren und dabei neue Restaurants und Geschäfte in ihrer Stadt kennenlernen. Ist etwas Passendes gefunden, wird über die App bestellt und bezahlt. Die Bestellung kann dann in einem angegebenen Zeitfenster abgeholt werden. Den beteiligten Gastronomen ist es so möglich, eine Entsorgung ihrer wertvollen Lebensmittel zu umgehen. Neben dem nachhaltigen und sozialen Engagement können diese neue Kunden gewinnen und ihren Umsatz steigern. Der Mitgliedsbeitrag für Gastronomen beträgt 39 Euro (ohne MwSt.) im Jahr.

Seidels Klosterbäckerei ist bei den Leipziger „Too Good To Go“-Nutzern sehr beliebt. Diese erhalten bei der Abholung stets ein Paket im Warenwert von 8 bis 10 Euro zum „Too Good To Go“-Preis. Für die Backwaren werden hier rein natürliche Rohstoffe ohne Konservierungs- und Zusatzstoffe verwendet. So wird beispielsweise die Marmelade für die Pfannkuchen in der Bäckerei selbst gekocht. Bäckerei-Inhaber Patrick Schülke freut sich bei „Too Good To Go“ dabei zu sein: „Wir haben so gute Bäcker! Dank der App erfahren Sie mehr Wertschätzung für ihre harte Arbeit.“ Die Rücksendung übriggebliebener Waren an Bauernhöfe habe sich durch „Too Good To Go“ deutlich verringert.

„Too Good To Go” wurde 2015 von Thomas Momsen, Stian Haanes Olesen, Adam Sigbrand, Brian Christensen und Klaus Pedersen in Dänemark gegründet. Aktuell kann die App außerdem in Deutschland, Frankreich, Norwegen, Großbritannien, der Schweiz, Belgien und den Niederlanden genutzt werden. „Too Good To Go“ soll Essen wieder zu mehr Wertschätzung verhelfen, zum Umweltschutz beitragen und die Gesellschaft sensibilisieren. Bislang wurden Dank der App insgesamt schon über 5 Millionen Mahlzeiten gerettet und dadurch ca. 10.000 Tonnen CO2 eingespart, davon 23 Tonnen in Leipzig. Dieser Erfolg ist nicht zuletzt den 4.000 engagierten Leipziger Nutzern geschuldet.

Kostenloser Download der App und weitere Informationen: www.toogoodtogo.de

Redaktion: Anna-Maria Ebermann