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Leipzig in Bewegung – neue Ausstellung präsentiert Meilensteine der Sportgeschichte

News   •   Mär 29, 2018 12:35 CEST

Blick in die Ausstellung "In Bewegung - Meilensteine der Leipziger Sportgeschichte"

Leipzig ist nicht nur eine Musikstadt von Weltgeltung, sondern besitzt auch im Bereich des Sports viele Alleinstellungsmerkmale und eine große Tradition. Viele Gebäude, Plätze und Einrichtungen im Stadtgebiet sind eng mit regionaler, nationaler und internationaler Sportgeschichte verbunden. 

Dies zeigt auch die neue Ausstellung „In Bewegung – Meilensteine der Leipziger Sportgeschichte“, die vom 28. März bis 16. September 2018 im Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig zu sehen ist. Sie basiert auf der „Sporthistorischen Stadtroute“, die zukünftig 22 geschichtsträchtige Orte der Bewegungskultur im Stadtraum verbindet. Die ersten beiden Stationen sollen noch in diesem Jahr eingeweiht werden. Dabei handelt es sich um  die Sporthalle Leplaystraße und den Fockeberg, der für den Beginn der Leipziger Fußballgeschichte steht.

Die Ausstellung selbst zeigt 250 Exponate und greift Vorläufer des modernen Sports wie die 1443 gegründete und bis heute bestehende Leipziger Schützengesellschaft, die Ballhäuser sowie die Sportarten Fechten, Reiten und Kraftathletik auf. Außergewöhnliche Bauten, Ereignisse und Persönlichkeiten aus rund 200 Jahren organisierten Sports werden thematisiert. Einzigartige Objekte aus den Sammlungen des Sportmuseums präsentieren Leipziger Sportgeschichte vom Turnen über den Arbeitersport und olympische Erfolge bis hin zur heutigen Sportwissenschaft. Zu den seltenen Ausstellungsstücken zählen u.a. die Stadtansicht von 1595 mit den ältesten Darstellungen sportlicher Betätigung in Leipzig, ein Rundlauf aus dem Schulturnen, historische Sportkleidung oder ein Seitenwagengespann, das bei den Stadtparkrennen im Clara-Zetkin-Park zum Einsatz kam.

Besucher können sich neben der historischen Sportbetrachtung auch in die inhaltliche Gestaltung eines künftigen Sportmuseums in Leipzig aktiv einbringen. Das Museum auf der Dammkrone des Zentralstadions wurde am 31. August 1991 aus politischen Gründen geschlossen. Seit dieser Zeit arbeitet das Sportmuseum als Sammlungs- und Dokumentationszentrum und wartet mit einer rund 95.000 Objekten umfassenden Sammlung auf ein Comeback in zeitgemäßer Präsentation. Gäste mit Bewegungsdrang dürfen an den sportlichen Mitmach-Stationen im Finger Skateboarding trainieren oder sich als Radrennfahrer, Boxer und Gewichtheber verausgaben.

„Das Thema Sport in Leipzig ist nicht so intensiv in der Erinnerung der Menschen, wie es sein sollte“, sagte Dr. Volker Rodekamp beim Pressegespräch und fügte hinzu, dass man wichtige Impulse setzen wolle, um nach 30 Jahren wieder neue Aufmerksamkeit zu schaffen.

In der lebendigen Atmosphäre der Stadt engagierten sich Bürger und Studenten schon ab den 1820er Jahren im Turnen. Einige Veranstaltungen ließen die gesamte Stadt zur Bühne des Sports werden, allen voran die Deutschen Turnfeste. Ab 1863 gründeten Enthusiasten Clubs im Reiten, Rudern, Radsport und Fußball. Im 19. Jahrhundert begann eine neue Ära: der organisierte Sport. Im 20. Jahrhundert hatte der Sport weltweit Fuß gefasst. Bis heute ist er ein gesellschaftliches Phänomen und Teil der Alltagskultur.

Die Ausstellung ist dienstags bis sonntags sowie feiertags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 5 Euro (ermäßigt 3,50 Euro). Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben kostenlosen Zutritt. 

Weitere Informationen: www.stadtgeschichtliches-museum-leipzig.de

Redaktion: Frederike Fuhrmann