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Gemalte Bildwelten und Abstraktion - Titus Schade und Gil Schlesinger stellen in Leipzig aus

News   •   Jul 04, 2018 16:20 CEST

Museum der bildenden Künste - Gil Schlesinger - Werkschau © Anna-Maria Ebermann

Das Museum der bildenden Künste Leipzig präsentiert zwei neue, wichtige Ausstellungen: Bis zum 26. August wird die Schau „Plateau“ des Leipziger Malers Titus Schade (*1984) gezeigt. Von Gil Schlesinger (*1931) ist bis zum 19. August 2018 eine umfassende Werkausstellung seines künstlerischen Schaffens vor dem Hintergrund seiner Biografie zu sehen.

Die Ausstellung „Plateau“ vereint ausgewählte Leinwandarbeiten des Leipziger Malers Titus Schade mit einem besonderen Bühnenbild, welches auf einem seiner Gemälde basiert. Das Bühnenbild ist in enger Zusammenarbeit mit der Bühnenbildnerin Marialena Lapata entstanden und kam bereits im Schauspiel Leipzig zum Einsatz. Im Museum der bildenden Künste Leipzig können die Besucher die begehbare Bühne nun auch aus der Perspektive eines Schauspielers betrachten und dadurch ganz in die Ausstellung eintauchen.
Titus Schade ist Absolvent der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig und Meisterschüler von Neo Rauch, einem der bedeutendsten Vertreter der Neuen Leipziger Schule. In seinen Arbeiten setzt sich Schade mit Bild und Bildraum auseinander. Dabei vereint er klassische Landschaftsbilder mit geometrischen Formen.

Die künstlerische Entwicklung und Selbstfindung von Gil Schlesinger kommt in der Ausstellung besonders gut zur Geltung. In vier Räumen können Besucher schrittweise beobachten, wie die zunächst gegenständlichen Formen immer stärker zu Formzeichen abstrahiert werden. Kräftige, warme Farbigkeit, von denen Schlesingers Frühwerke geprägt sind, weichen groben Strukturen und unmittelbaren Materialerlebnissen. In den Werkgruppen spiegelt sich außerdem Schlesingers intensive Auseinandersetzung mit verschiedenen historischen, politischen und literarischen Themen wieder.
Seine Begeisterung für die Malerei entdeckte Schlesinger im Zuge seiner Auswanderung 1947/48 nach Israel. Als er 1955 wieder nach Deutschland zurückkehrte, arbeitete Schlesinger zunächst als Theatermaler. Darauf folgte ein Studium an der Fachhochschule für angewandte Kunst in Leipzig.

Die beiden Ausstellungen können Dienstag sowie von Donnerstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr und mittwochs von 12 bis 20 Uhr im Museum der bildenden Künste besucht werden. Der Eintritt kostet 10 Euro.

Weitere Informationen: www.mdbk.de

Redaktion: Melina Gmeiner und Anna-Maria Ebermann