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"Explosive" Filmausstellung in der Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig

News   •   Sep 30, 2016 16:05 CEST

"Explosion": Filmausstellung von Mario Pfeifer in der Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig

Vom 30. September 2016 bis 8. Januar 2016 ist in der Galerie für Zeitgenössische Kunst die Ausstellung "Explosion" von Mario Pfeifer zu sehen, die von Kirsa Geiser kuratiert wurde. Die aus mehreren Videoarbeiten Pfeifers zusammengestellte, individuell begehbare Filmlandschaft ist die erste umfassende Einzelausstellung des 1981 in Dresden geborenen Künstlers. In seinem neuesten Werk geht er den Ursachen für die derzeitige explosive gesellschaftliche Stimmung nach. Die Ausstellung umfasst Arbeiten von 2009 bis 2016 und ist gleichzeitig die Premiere für zwei Filme, die vor kurzem in Sao Paulo (Brasilien) und in Sachsen entstanden sind. "Explosion" ist ein Teil des Programms der Interkulturellen Wochen in Leipzig 2016. Tickets sind ab 3 Euro erhältlich. 

Der Titel der Ausstellung bezieht sich auf die entfesselnde und gleichzeitig reflexive Wirkung von Begegnungen mit unterschiedlichen Lebensweisen und Lebensbedingungen weltweit. Auch die damit verbundene Angst vor Veränderungen oder Verschlechterungen der eigenen Lebenssituation spielt dabei eine Rolle. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf dem Bundesland Sachsen.

Mario Pfeifer reiste für seine Filme in verschiedene Regionen und nahm am Alltagsleben in den Orten teil, an denen er für längere Zeit lebte. In den Episoden über Gemeinschaften, z.B. in Indien, Brasilien, Chile, USA und Deutschland, werden unter anderem die Themen Arbeit, Religion, Ideologie, Rassismus, Ausbeutung, Migration und Medien verhandelt. Ein verbindendes Moment der bild- und tongewaltigen Installationen, die mit der Ästhetik von Musikvideos genauso agieren wie mit minimalistischer Bildsprache, ist die Frage nach gesellschaftlichem Zusammenhalt und Identitätsbildung in verschiedenen demokratischen Staaten.

Die Besucher können die Filmlandschaft in der Galerie für Zeitgenössische Kunst mit einem einzigen Kopfhörer durchschreiten. Währenddessen wird der entsprechende Ton je nach Bewegung und Position der Besucher im Raum aktiviert. Damit wird zum einen die Möglichkeit geboten, die Arbeiten aus der Erzählerperspektive in einem 90-minütigen Parkour zu erleben, zum anderen werden die Besucher in eine filmische Erzählung eingebunden, deren Leserichtung sie aktiv mitbestimmen können.

Weitere Infos zur Ausstellung unter: http://bit.ly/2dgwm4J

Redaktion: Luise Karwofsky