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euro-scene Leipzig vereint europäisches Theater vom 7. bis 12. November 2017

News   •   Okt 06, 2017 10:21 CEST

Pressekonferenz zur euro-scene Leipzig (v.l.n.r. René Reinhardt, Christian Watty, Ann-Elisabeth Wolff & Dr. Skadi Jennicke)

Vom 07. bis 12. November ist es wieder soweit: Die euro-scene Leipzig findet zum 27. Mal statt. An neun verschiedenen Spielstätten wird das Festival zeitgenössischen europäischen Theaters und Tanzes ausgetragen. Es zeigt zwölf Gastspiele aus sieben Ländern. Das bunte Programm wurde von Festivaldirektorin Ann-Elisabeth Wolff in Kooperation mit dem Künstlerischen Beirat zusammengestellt. Das Spektrum erstreckt sich von Performances, Tanz- und Sprechtheater bis zu einem Stück für Kinder. Schirmherr ist der Oberbürgermeister der Stadt Leipzig, Burkhard Jung.

"Ausgrabungen" lautet das diesjährige Motto der euro-scene Leipzig. Doch es werden keine archäologischen Funde präsentiert, sondern eine Auswahl historisch hochklassiger Tanzstücke, die Künstler bis in die heutige Generation beeinflussen, rekonstruiert. Eröffnet wird das Festival im Schauspielhaus durch "Das Triadische Ballett" von Oskar Schlemmer (1922). Getanzt wird die Rekonstruktion Gerhard Bohners (1977) vom Bayerischen Juniorballett München.

Neben weiteren Rekonstruktionen werden auch Stücke gezeigt, deren historische Elemente von den Künstlern als Grundlage für ihre Neuschöpfungen genutzt werden. Das Dokumentartheater "Five easy pieces" von Schweizer Milo Rau gehört zu den meist eingeladenen und prämierten Stücken der letzten Zeit. Mit seinen bezaubernden Kinderdarstellern packt das in Belgien durch CAMPO&IIPM produzierte Stück seine Zuschauer auf emotionale Weise.

Eindrucksvoll ist ebenso das Tanzstück "Bombyx mori" ("Seidenspinner") von Ola Maciejewska aus Katowice / Paris, das auf den berühmten Serpentinentänzen von Louïe Fuller beruht. In "the wanderer's place" lässt die Schweizer Choreografin Nicole Seiler die 76-jährige Tänzerin Beatrice Cordua rührend ihre Lebensgeschichte erzählen. Neben den großen Stücken werden auch kleinere an ungewöhnlichen Spielorten präsentiert, wie das Kinderstück "Pakman" ("Postmann") der Compagnie Post uit Hessdalen, Antwerpen, für das die Zuschauer in einen LKW klettern. Außerdem wird das Stück "It's Schiller! - Die Maltheser. Tragödie." von der Leipziger Choreografin Irina Pauls uraufgeführt.

Im Rahmen des Festivals findet zum 13. Mal der Wettbewerb "Das beste deutsche Tanzsolo" in der Konzeption von Alain Platel aus Gent statt.

Finanziert wird die euro-scene Leipzig durch die Stadt Leipzig und die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen. Zahlreiche Vertretungen der Gastspielländer treten zudem als Unterstützer auf. Kulturpartner sind ARTE und MDR Kultur.

Weitere Informationen und Tickets: www.euro-scene.de

Redaktion: Lea Klein